Transport Logistic: RailCargo Austria will in Waggons investieren – Auslandsexpansion auf der Agenda

13.06.2007 09:07 Uhr
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Neu entwickelter Autowaggon der RCA - Investitionsentscheidung noch offen (Foto: Voigt)

RailCargo Austria (RCA) will bis 2010 rund 400 Millionen Euro für 5000 neue Waggons ausgeben, so Ferdinand Schmidt, Vorstandsdirektor bei RCA auf der Münchner Messe Transport Logistic.

München. Damit soll der Bestand von derzeit 15.000 eigenen Waggons um ein Drittel aufgestockt werden. Zudem hat die Schienengüterverkehrs- und Speditionstochter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) 17.000 gemietete Wagen im Einsatz. Für den Geschäftsbereich Automobiltransporte hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Waggonbauer WBN Waggonb au Niesky eine neue Doppelstock-Autotransporteinheit entwickelt. „Grundsätzlich sollen davon 300 Stück gekauft werden. Aber die Investitionsentscheidung dazu ist noch nicht gefallen“, sagt Schmidt. Dazu müsse erste ein entsprechender Business-Case vorliegen. Der neue Waggon sei teurer als die bislang eingesetzten Wagen und daher müssten die Kunden bereit sein, einen höheren Preis zu akzeptieren. Die 300 Wagen würden die RCA zwischen 50 und 60 Millionen Euro kosten. 2006 hat RCA nach Angaben von Schmidt 2,3 Milliarden Euro umgesetzt. Dies seien zwölf Prozent mehr als im Jahr davor. Das operative Ergebnis konnte um 41 Prozent auf 32 Millionen Euro verbessert werden. Im Rahmen von Rationalisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen wurde die Mitarbeiterzahl um zehn Prozent gesenkt, erklärt Schmidt das verbesserte Ergebnis. Ohne Zahlen nennen zu wollen, kündigt Schmidt für 2007 eine weitere Verbesserung von Umsatz und Ergebnis an. Ziel sei es zudem dass nur noch die Hälfte des Umsatzes aus dem traditionellen Eisenbahntransport kommt. Den Rest will Schmidt mit Speditions- und Logistikdienstleistungen erlösen. Zur Expansion schielt der Vorstand auf zum Verkauf stehende Eisenbahnen bei seinen osteuropäischen Nachbar, beispielsweise in der Slowakei oder Ungarn: „Ein möglicher Eigentümerwechsel in unserer Nachbarschaft muss uns interessieren.“ RCA wolle international auftreten und auch im Ausland eine eigene Schienenproduktion erbringen.

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