Transnet strebt Schweizer Verhältnisse an

09.11.2001 14:56 Uhr

Lkw sollen mit 72 Pfennig pro gefahrenen Tonnen-Kilometer belastet werden

Die Bahngewerkschaft Transnet fordert die Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene. Die Belastung der Lkw müsse stetig steigen und die Maut solle für die Benutzung aller Straßen erhoben werden. Transnet will eine Mindesthöhe für die Lkw-Maut von zunächst einem Pfennig pro gefahrenen Tonnen-Kilometer. Diese soll schrittweise auf das Schweizer Niveau von 72 Pfennig erhöht werden. Erst dann trete ein Verlagerungseffekt ein. Die Maut soll auf alle Parallel- und Ausweichstrecken von Bundesautobahnen ausgedehnt werden. Ziel soll eine flächendeckende Einführung wie in der Schweiz sein. Weiter fordert Transnet die Erhebung der Lkw-Maut auf alle gewerblich genutzten Lkw und Kraftomnibusse ab 3,5 Tonnen, verstärkte Investitionen in die Schiene und eine stärkere Berücksichtigung der externen Kosten, wie beispielsweise der Umweltkosten. Transnet will Kleinlaster und den Militärverkehr einbeziehen. Eventuelle Kompensationen, wie von der Straßentransportlobby gefordert, akzeptiert die Gewerkschaft nur mit weiteren Erhöhungen. Die Einnahmen aus der Straßengebühr sollten zu einer Verkehrs-Infrastrukturgesellschaft, die noch zu gründen sei, verwendet werden. (vr/mb)

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