Berlin. Toll Collect will nun Ende Juni mit dem Einbau der rund benötigten 500.000 OBUs beginnen. Die Geräte seien in ausreichender Stückzahl produziert. Die für die Personalisierung und den Masseneinbau der OBUs notwendige Infrastruktur stehe. Die Gutachter fuhren in Testfahrzeugen mit Geräten der Hersteller Grundig und Siemens nahezu jeden der 5136 mautpflichtigen Autobahnabschnitte in Deutschland ab, teilte Toll Collect mit. 99,2 Prozent der Abschnitte wurden dabei korrekt erfasst. Ein- und Ausfahrten wurden mit einer Erkennungsquote von 98,9 Prozent erkannt. Auch die kürzlich gestartete Funktionsdemonstration der Einbaugeräte mit 41 LKW aus dem Transportgewerbe verlaufe bisher positiv, teilte Toll Collect mit. Ein abschließendes Ergebnis werde mit der Rechnungsstellung Ende Juni vorliegen. Dagegen haben die deutschen Spediteure erneut Zweifel am geplanten Mautstart Anfang 2005 angemeldet. "Der Zeitplan ist so eng, da darf jetzt überhaupt nichts mehr dazwischen kommen, sonst platzt die Mauteinführung erneut", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Karlheinz Schmidt, der Berliner Zeitung. Der Mautbetreiber Toll Collect rede die Testergebnisse schön. "Nach wie vor fallen Geräte zum Teil ganz aus oder zeichnen die Daten falsch auf", so Schmidt weiter. Nach Erkenntnissen der Spediteure sei die Fehlerquote höher als die von Toll Collect angegeben.
Toll Collect: Einbaugeräte erfolgreich getestet – Einbau Ende Juni
Die mit neuer Software ausgestatteten Einbaugeräte zur Erfassung der Maut (OBU) funktionieren korrekt. Dies bestätigt ein unabhängiges Gutachten, das das Mautbetreiberkonsortium Toll Collect in Absprache mit dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in Auftrag gegeben hat.