Tiefensee: Vertrag über Fehmarnbelt-Querung im dritten Quartal

10.07.2008 16:55 Uhr
Fehmarnbelt 290
Der geplante Brückenbau (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Der Bundesverkehrsminister gibt an, dass sich die Verhandlungen mit Dänemark in der Endabstimmung befinden

Rostock. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht von einer baldigen Unterzeichnung des Vertrags über den Bau der umstrittenen Fehmarnbelt-Querung aus. „Wir sind jetzt in der Endabstimmung in den entscheidenden Ressorts in Dänemark und in Deutschland. Ich möchte im dritten Quartal mit Dänemark die Unterzeichnung vornehmen und dann kann das Bauwerk in Gang gesetzt werden“, sagte Tiefensee am Donnerstag am Rande einer Havarieübung auf der Ostsee vor Rostock. Der Fahrplan mit Ziel der Fertigstellung 2018 sei zu halten. Die dänische Seite habe für den Bau der Brücke eine hohe Verantwortung übernommen und eine hohe Kostenbelastung zu tragen. Nach jahrelangen Debatten hatten sich Deutschland und Dänemark im Juni 2007 auf den Bau der 20 Kilometer langen Brücke von der deutschen Ostsee-Insel Fehmarn zur dänischen Insel Lolland geeinigt. Die privat finanzierten und durch Staatsgarantien abgesicherten Kosten in Höhe von insgesamt 5,6 Milliarden Euro sollen durch Mauteinnahmen zurückfließen. Dänemark steht früheren Angaben zufolge für 4,8 Milliarden, Deutschland für 800 Millionen Euro der Kosten ein. „Wir haben vereinbart, dass die deutsche Kompetenz dort aufhört, wo der letzte Pfeiler der Fehmarn-Belt-Brücke auf deutschem Boden steht“, sagte Tiefensee. Deutschland sorge für die Hinterlandanbindung, sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene. Dänemark sei für den Brückenbau und seine Hinterlandanbindung verantwortlich, nehme die Maut ein und setze diese zur Gegenfinanzierung ein. Es erfordere eine gründliche Planung und mit der Bevölkerung müsse im Vorfeld ausreichend gesprochen werden, betonte der Minister. „Wer dann zügig loslegt, wenn eine Entscheidung gefallen ist, der sollte auch pünktlich fertig sein, was auch aus Kostengründen notwendig ist.“ (dpa)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.