Tiefensee gibt Pannenstreifen am Frankfurter Kreuz zum Fahren frei

04.07.2008 16:32 Uhr
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Der Pannenstreifen der A5 kann jetzt teilweise als Fahrstreifen genutzt werden. (Foto: ddp)

Technik auf der A5 in Betrieb genommen: 62 Kilometer befahrbare Pannenstreifen in Hessen

Frankfurt/Main. Um Staus zu vermeiden, kann auf einem weiteren hessischen Autobahn-Abschnitt der Pannenstreifen zeitweise als zusätzliche Fahrspur genutzt werden. Die Technik dafür auf der A5 wurde am Freitag in Betrieb genommen. Damit ist die Freigabe des Seitenstreifens vom Frankfurter Kreuz bis zur Anschlussstelle Frankfurt-Niederrad möglich. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Hessens Verkehrsstaatssekretär Klaus- Peter Güttler starteten die erweiterte Verkehrslenkungsanlage in Frankfurt gemeinsam. Damit gibt es in Hessen auf der A5 (Frankfurt-Kassel) und A3 (Franfurt-Köln) auf insgesamt 62 Kilometern befahrbare Pannenstreifen. Tiefensee sagte: "Wir brauchen einen Mix an Maßnahmen gegen Staus." Die Verkehrszentrale regelt über die Technik zudem auf dem gesamten Abschnitt der A5 zwischen Rastplatz Wetterau und Zeppelinheim flexibel Tempo-Limits, Wegweiser und Überholverbote. Die Anlage war seit 1989 nach und nach ausgebaut worden. Verkehrslenkungsanlagen wie an der A5 gibt es in Deutschland auf 1300 von 2500 Autobahn-Kilometern, die als hoch staugefährdet gelten. Die restlichen 1200 Kilometer wolle der Bund in den nächsten fünf Jahren nachrüsten, sagte Tiefensee. Bis dahin fordere er die Länder zu begrenzten LKW-Überholverboten auf. Ein generelles LKW-Überholverbot auf Autobahnen solle es aber nicht geben. Hessen plant Güttler zufolge auf weiteren Autobahn-Teilstücken die Freigabe von Seitenstreifen während der Hauptverkehrszeit. Oben auf der Liste ständen die A5 vom Gambacher Kreuz bis zur Anschlussstelle Friedberg sowie vom Darmstädter Kreuz bis zur südlichen Landesgrenze. Ebenfalls sinnvoll wären zeitweise befahrbare Seitenstreifen auf der A7 zwischen Hünfeld/Schlitz und dem Fuldaer Dreieck, auf der A45 von der nördlichen Landesgrenze bis zum Gambacher Kreuz sowie auf der A5 vom Hattenbacher Dreieck bis zum Gambacher Kreuz. Güttler sagte, das Unfallrisiko sei auf den bisherigen Strecken nicht gestiegen. Die Verkehrsleitzentrale erfasst die Dichte des Verkehrs mit Messfühlern und über 100 Kameras. Der befahrbare Seitenstreifen wird lückenlos überwacht, so dass er bei einem Pannenfahrzeug nicht freigegeben oder sofort wieder gesperrt wird. Die entsprechende Ausrüstung des jüngsten Teilabschnitts auf der A5 hatte fünf Millionen Euro gekostet und war vom Bund bezahlt worden. (dpa)

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