München. Nicht nur Berufstätige, sondern auch immer mehr Studenten leiden unter Leistungsdruck und Dauerstress. „Das Studentenleben von heute ist phasenweise mit einer Vollerwerbstätigkeit inklusive Nebenjob vergleichbar“, sagt Johannes Röhrens von der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks München. Wenn neben Vorlesungen, Seminaren, Hausarbeiten und Prüfungen unerwartete Belastungen wie Liebeskummer oder Krankheit auftauchen, wird die Situation mitunter kritisch. Dazu kommt: Die eigenen Leistungsansprüche seitens der Studenten seien spürbar gestiegen. Für viele sind nur noch Bestnoten akzeptabel.
Stress im Arbeitsleben und Studium spielt eine immer größere Rolle. Kein Wunder, dass das Thema Burnout mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Dabei kann man einiges tun, um nicht auszubrennen. Wie Sie sich schützen und der Arbeit Grenzen setzen, erfahren Sie hier:
— Auszeiten nehmen: Wer auf Dauer leistungsfähig und ambitioniert im Job bleiben will, muss Körper und Geist Pausen gönnen. Planen Sie diese bewusst in den Alltag ein.
— Regelmäßig bewegen: Beim Sport wird das Stresshormon Adrenalin abgebaut und der Körper wird resistenter gegenüber Stress. Egal, ob man sich für Laufen oder Boxen entscheidet, Leistungsdruck sollte nicht entstehen.
— Gesund ernähren: Kurzfristige Energiespender wie Schokolade oder Fastfood durch Obst oder Nüsse ersetzen. Denn Vitamine stärken die Immunabwehr und Magnesium erhöht die Konzentrationsfähigkeit.
— Regelmäßig schlafen: Wer schläft, entspannt. Der abwechselnde Rhythmus von An- und Entspannung steigert zudem die Leistung.
— Arbeitsalltag analysieren: Mit einer To-Do-Liste behält man den Überblick über die anstehenden Aufgaben – und sieht auf den ersten Blick, ob Unterstützung nötig ist. Wer gute Kontakte zu Kollegen oder Kommilitonen hat, ist bestens gewappnet.
— Ziele setzen: Schreiben Sie diese auf, damit sie im Alltagstrubel nicht in Vergessenheit geraten. Nehmen Sie nur Dinge auf, die sich wenigstens ein bisschen nach Spaß anhören und mindestens ein persönliches Ziel sollte dabei sein. Beispiel: Segelschein machen oder Mitarbeiter bei Laune halten.
— Nein sagen: Man muss nicht jede Aufgabe übernehmen und nicht immer telefonisch erreichbar sein. Auch E-Mails können durchaus einmal später abgerufen werden. — Hilfe suchen: Bleiben Sie mit Problemen nicht allein. Wer ein gutes Netzwerk hat, sollte darauf zurückgreifen. Ansonsten empfiehlt es sich, einen Termin bei einem Berater, Coach oder Therapeuten zu buchen. (ts)