Meinerzhagen/München. BDI-Präsident Jürgen Thumann hat Vorwürfe des Betriebsrats zurückgewiesen, seine Spedition Dehnhardt sei durch Management-Fehler in die Krise geraten. Dies sei Unsinn, sagte Thumann der „Süddeutschen Zeitung“. „Es hat sicherlich in den letzten Jahren jede zweite Woche eine Besprechung bei mir in Düsseldorf zum Fall Dehnhardt stattgefunden.“ Der Betriebsratsvorsitzender Peter Trapp hatte Thumann vorgeworfen, sich in den vergangenen Jahren nicht um das Unternehmen gekümmert zu haben. Zugleich machte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) den Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi für die Krise mitverantwortlich. Versuche, das Unternehmen zu sanieren, seien am Widerstand des Betriebsrats und der Mehrheit der Belegschaft gescheitert. Die Firma mit 69 Mitarbeitern im sauerländischen Meinerzhagen steht vor dem Aus. „Die Hauptkunden sind bereits abgesprungen“, sagte Thumann der Zeitung. (dpa)
Thumann weist Vorwurf des Missmanagements zurück
BDI-Präsident wird vorgeworfen, er habe sich in den vergangenen Jahren nicht um seine Spedition Dehnhardt gekümmert