Der Jahresfehlbetrag habe 156 Millionen Euro betragen, nach 5,3 Millionen Euro in 2002, teilte der Luxemburger Konzern mit. Der Umsatz sei hingegen auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen, nach 1,4 Milliarden im Vorjahr. Wesentlichen Anteil daran hatten die Erstkonsolidierung der übernommenen Unternehmen Overbruck und Microlog. Für die hohen Verluste in 2003 machte das Unternehmen die Maßnahmen zur Sanierung des Konzerns verantwortlich. Vor allem Umstrukturierungskosten von 16 Millionen Euro, außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmen- und Vermögenswerte von 47 Millionen Euro sowie der Verlust aus den "Einzustellenden Geschäften" von 73 Millionen Euro hätten zu dem Jahresfehlbetrag im Konzern in Höhe von 156 Millionen Euro geführt. Die Einmalbelastungen in 2003 hätten damit nahezu 90 Prozent des Jahresfehlbetrags ausgemacht. Im vierten Quartal 2003 hat der Konzern erstmals wieder einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,3 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 12,5 Millionen Euro im Vorjahr erzielt. Auf Jahresbasis ist operativer Gewinn vor Restrukturierungskosten und außerplanmäßigen Abschreibungen von 1,8 Millionen Euro (Vorjahr: 16,4 Millionen Euro) erwirtschaftet worden. Thiel bekräftigte die positive Ergebnisprognose für 2004 und plant auf Konzernebene eine Fortsetzung des Umsatzwachstums. Zugleich kündigte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung zwischen 80 und 100 Millionen Euro an. Die angekündigten Maßnahmen zur Umstrukturierung des Konzerns seien 2003 umgesetzt worden, sagte Vorstandschef Klaus Eierhoff. Thiel Logistics habe sich auf Kerngeschäftsfelder konzentriert und daraus eine Struktur entwickelt, die auf drei Segmenten – Branchenlösungen, Luft- und Seefracht sowie Regionale Logistikdienstleistungen – beruhe. Die verbleibenden Deinvestitionen will Thiel noch im ersten Halbjahr 2004 abschließen.
Thiel beendet Sanierungsjahr mit hohem Verlust
Der Logistikdienstleister Thiel Logistik hat 2003 bei gestiegenem Umsatz aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen deutlich mehr Verlust erwirtschaftet als im Vorjahr.