Die „Servus“-Transportroboter des österreichischen Anbieters Servus Robotics können sich in ihrem Schienennetz autonom bewegen und Aufträge in der optimalen Reihenfolge abarbeiten. Acht Jahre haben Christian Beer, Geschäftsführer von Servus Robotics, und sein Team das System entwickelt. Inzwischen gibt es erste Referenzprojekte, beispielsweise in der Automobilindustrie oder bei Rafi, einem Hersteller von elektronischen Bauteilen. Wie aber findet der Roboter seinen Weg und mögliche Alternativen? Es gibt ja keine Zentralsteuerung, die das Netz kennt und ihm seinen Standort verrät. Dafür weiß aber jede Weiche, wo im System sie sich befindet, und auch die Be- und Entladestationen sowie die Arbeitsstationen wissen, wo sie sind. Dem Wegesystem des Servus liegt nämlich die Logik des Stadtplans von Manhattan zugrunde, weswegen Geschäftsführer Beer es auch „Manhattan-System“ getauft hat. Die Kombination aus schachbrettartiger Straßenführung und Einbahnverkehr bietet eine verblüffend einfache Lösung: Es gibt durchlaufend nummerierte Avenues und rechtwinklig dazu durchlaufend nummerierte Straßen. Je nach gerader oder ungerader Nummer dürfen sie nur in die eine oder die entgegengesetzte Richtung befahren werden. Nun kann der Roboter an der ersten Kreuzung, die er passiert, erkennen, wo im System er ist. Er kennt seine Zieladresse und sucht sich der Logik des Systems folgend seinen Weg. Jede Weiche weiß, ob die Station auf dem dahinter liegenden Abschnitt besetzt ist oder ob der Weg frei ist. Ist der Abschnitt besetzt, fährt der Roboter weiter und kehrt in einer Schleife zurück – er fährt praktisch „einmal um den Block“. Dies verhindert, dass wartende Roboter Staus bilden, die den Weg blockieren. Servus-Robotics-Geschäftsführer Beer: „Das System bietet die Chance eines durchgängigen Materialflusssystems vom Wareneingang über die Produktion zum Warenausgang. Dabei haben wir uns auf den Gewichtsbereich unterhalb der Palette konzentriert. Der Servus kann Werkstücke bis 25 Kilogramm tragen – in etwa das, was man einem Menschen auch zumuten kann.“ Ausführliche Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Technik und Kosten der Servus-Transportroboter finden Sie in der aktuellen Juni-Ausgabe (06/08) des Fach- und Wirtschaftsmagazins LOGISTIK inside. Heft online bestellen – hier klicken: http://www.logistik-inside.de/sixcms/detail.php?template=de_heftuebersicht_li Telefonische Bestellung unter: 0180 / 500 92 91 (bundesweit nur 0,14 Euro pro Minute aus dem dt. Festnetz/Mobilfunk abweichend).
Thema der Woche: Intelligente Transportroboter für Lager und Produktion
Jeder der bis zu 25 Kilogramm tragenden Transportroboter des „Servus“-Systems steuert sich selbst. Dem Wegesystem liegt die Logik des Stadtplans von Manhattan zugrunde.