Tag der Logistik

17.04.2008 14:53 Uhr
LKW 610
Der "Ehrentag" der Logistik soll künftig jedes Jahr im April stattfinden (Bild: DB AG/Seyferth)

15.000 Teilnehmer sind erwartet, die Logistikbranche beklagt den Mangel an Fachkräften

Dortmund. Die deutsche Logistikbranche klagt über Fachkräftemangel. Es fehlten Kaufleute, Logistiker und Informatiker sowie Mitarbeiter für Transport, Warenumschlag und Lagerung, sagte der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV), Michael Kubenz, heute in Dortmund. Bei der Bundesagentur für Arbeit seien derzeit rund 13.000 offene Stellen für Lager- und Transportarbeiter sowie ebenfalls 13.000 für Kraftfahrzeugführer gemeldet. Es gebe viele Tätigkeiten, die man auch als Angelernter leisten könne, betonte Kubenz. Anlass war der erstmals bundesweit begangene „Tag der Logistik“, mit dem die Branche auf sich aufmerksam machen und für Logistik-Berufe werben wollte. Zu 212 Veranstaltungen von Industrie, Hochschulen oder Logistikfirmen wurden mehr als 15.000 Teilnehmer erwartet. Der federführend von der „Bundesvereinigung Logistik“ (BVL,Bremen) organisierte Tag soll künftig jedes Jahr im April stattfinden. Nach Angaben des BVL-Vorstandsvorsitzenden Raimund Klinkner erwirtschafteten die rund 60.000 Logistik-Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr knapp 210 Milliarden Euro Umsatz nach 189 Milliarden Euro im Jahr 2006. Hinter Autoindustrie und Handel liege die Logistik damit in Deutschland auf Platz drei. Für das laufende Jahr rechneten Experten mit einem weiteren Wachstum von rund sieben Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sei 2007 gegenüber dem Vorjahr um 100.000 auf 2,7 Millionen gestiegen. „Die Logistik ist somit ein Jobmotor der deutschen Wirtschaft“, sagte Klinkner. Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML, Dortmund) rechnet auch für das laufende Jahr mit mindestens 100.000 neuen Arbeitsplätzen. (dpa)

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