Studie: Talfahrt der Autobauer verlangsamt

24.08.2009 18:33 Uhr

Die steile Talfahrt der großen Autobauer hat sich deutlich verlangsamt

Stuttgart/Bergisch Gladbach. Die steile Talfahrt der großen Autobauer hat sich deutlich verlangsamt. „Der Abwärtstrend ist vor allem durch die staatlichen Konjunkturprogramme vorerst gestoppt“, sagte Autoexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Im ersten Quartal 2009 mussten die weltweit 17 größten Autohersteller beim Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen noch einen dramatischen Einbruch von durchschnittlich 26,2 Prozent verkraften, im zweiten Quartal stand noch ein Minus von 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Tatsächlich sinkt der relative Absatzverlust im zweiten Quartal bei fast allen Herstellern“, heißt es in einer Studie Bratzels, die der dpa vorliegt. Einem Autobauer gelang sogar ein kleines Plus: Beim koreanischen Hersteller Kia legten die Verkäufe um 3,1 Prozent zu. Zu den Gewinnern zählen auch Volkswagen (minus 2,9 Prozent) und Fiat (minus 7,6 Prozent). „Sie stemmen sich erfolgreich mit ihrer Kleinwagenserie gegen den Trend“, schreibt der Autoexperte. Verlierer sind dagegen die Japaner: Bei Mitsubishi (minus 32 Prozent), Nissan (minus 30 Prozent) und Toyota (minus 27 Prozent) ging es noch einmal steil bergab. In der ersten Jahreshälfte 2009 sank der Absatz der 17 weltgrößten Hersteller im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,4 Prozent. Kia konnte seinen Absatz dabei fast stabil halten (minus 1,1 Prozent). Auch bei Volkswagen (minus 9,1 Prozent) hielt sich der Verkaufsrückgang noch in Grenzen. Bei ihrer Jagd in Richtung Weltspitze konnten die Wolfsburger einiges an Boden gut machen, bleiben aber mit drei Millionen verkauften Autos im ersten Halbjahr vorerst die Nummer drei. Der US-Hersteller General Motors schaffte es dagegen, mit rund 3,6 Millionen Fahrzeugen Toyota vom Thron zu stoßen. Die Japaner verbuchten einen Absatzrückgang von 26,6 Prozent auf rund 3,5 Millionen Autos. Zu den Verlieren gehören auch die deutschen Autobauer Daimler (minus 28,5 Prozent) und Porsche (minus 27,6 Prozent). (dpa/sv)

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