Studie: Mehr Frauen in Führungsetagen weltweit

21.11.2011 11:40 Uhr
Unter den Top-Ten der Unternehmen mit den meisten weiblichen Vorständen nimmt die Deutsche Post Platz neun (30 Prozent) ein

Ein wichtiger Grund für den Anstieg ist die in einigen Ländern Europas verordnete Frauenquote / Deutsche Post unter den Top Ten

Washington. Die Zahl der Frauen in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist einer US-Studie zufolge in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil weiblicher Vorstände bei 13,8 Prozent, berichtete die Organisation "Corporate Women Directors International" am Freitag (Ortszeit) bei der Weltbank in Washington. Damit sei ihr Anteil seit 2004 um 1,1 Prozentpunkte gestiegen.

Ein wichtiger Grund für den Anstieg sei die in einigen Ländern Europas verordnete Frauenquote: Dort, wo es eine solche Reglung gebe, liege der Anteil weiblicher Vorstände höher (16,1 Prozent). Den größten Zuwachs habe es in Frankreich gegeben, wo der Frauenanteil von gut sieben Prozent auf über 20 Prozent angestiegen sei. In Spanien nahm die Zahl der Frauen in Vorständen von knapp zwei Prozent auf mehr als neun Prozent zu. Frankreich hat seit 2010 eine Frauenquote, Spanien seit 2007.

Unter den Top-Ten der Unternehmen mit den meisten weiblichen Vorständen nimmt die Deutsche Bank Platz sechs ein (35 Prozent), die Deutsche Post Platz neun (30 Prozent).

Bei der Gruppe der 200 umsatzstärksten Unternehmen bezieht sich die Studie auf ein Rankung des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins "Fortune". Weltweit sei die Zahl nicht noch deutlicher gestiegen, weil viele Unternehmen aus asiatischen Länder in der "Fortune"-Liste stünden, hieß es. Dort sei der Frauenanteil in Führungsetagen niedriger. Die Organisation "Corporate Women Directors International" ist ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen, die den Frauenanteil in Führungsetagen erhöhen wollen. (dpa)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

Jürgen Auth

22.11.2011 - 22:36 Uhr

Gibt es eigentlich auch eine Männerquote?


spedi 01

23.11.2011 - 14:09 Uhr

guten Tag, wollen Frauen überhaupt die Quote?? ich bezweifle dies, wer möchte schon gern einen Job wegen der Quote....Desweieteren sind Quoten diskriminierend. Viele Junge Männer bekommen keinen Job, da zuerst die Quoten erfüllt werden müssen: weiblich,behindert,migrationshintergrund,schwer vermittelbar,über 55 Jahre alt. erst danach hat ein junger Mann, 23 Jahre Alt, Deutscher Pass und gesund eine Chance. Bitte nicht falsch verstehen, aber so ist es in der Praxis leider heute.


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.