Berlin. „Gleichwohl sind Befürchtungen, deutsche Hochtechnologieunternehmen würden schon bald von chinesischen Konkurrenten verdrängt, nicht berechtigt“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Gutachten des Münchner IFO-Instituts, das vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben wurde.
China habe seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) seit 1998 von 0,65 Prozent der Wirtschaftsleistung auf 1,34 Prozent (2005) erhöht. Bis 2020 soll der Anteil bei 2,5 Prozent liegen. Deutschland will bis 2010 einen Wert von 3 Prozent erreichen. Laut Gutachten hat bislang nur jedes fünfte größere chinesische Industrieunternehmen eine eigene Entwicklungsabteilung. Der Anteil der F&E-Ausgaben am Umsatz liege im Schnitt bei 0,8 Prozent. In Deutschland hätten 69 Prozent der Firmen F&E-Abteilungen, die Ausgaben erreichten 4,3 Prozent des Umsatzes.
Das Bundeswirtschaftsministerium zieht aus dem Gutachten folgenden Schluss: „Durch eigene Anstrengungen, unser Bildungs- und Forschungssystem zu optimieren, und durch kluge Außenwirtschaftspolitik können wir von der dynamischen Entwicklung des chinesischen Marktes profitieren, ohne uns selbst das Wasser abzugraben.“