Frankfurt/Main. Die Handelskette Edeka will mit Beginn des kommenden Jahres die Annahme von Euro-Paletten der polnischen Eisenbahn PKP verweigern. Demgegenüber hat Lidl seine Lieferanten in einem Schreiben darüber informiert, entgegen früherer Verlautbarungen Paletten mit der PKP-Kennzeichnung wieder zu akzeptieren, sofern sie vor April 2004 hergestellt wurden. Das meldete die Lebensmittelzeitung. Rund 15 Prozent der 15 Millionen Euro-Paletten in Deutschland stammen aus polnischer Produktion. Sollte der Handel die Annahme der Paletten verweigern, fürchten Handel und Spediteure Mehrkosten in Höhe von 120 Millionen Euro, schreibt das Blatt. Seit Mai 2004 darf die PKP nach einem Beschluss des Internationalen Eisenbahnverbandes UIC das markenrechtlich geschützte EUR-Zeichen für Paletten nicht mehr vergeben. (diwi)
Streit um Polnische Paletten
Der Handel ist beim Palettentausch gespalten. Edeka will ab kommenden Jahr keine PKP-Paletten mehr annehmen.