München. Die Abwärtsentwicklung bei den Frachtraten im deutschen Straßengüterverkehr hält auch im zweiten Quartal 2009 an. Das belegen die neuesten Zahlen zum VerkehrsRundschau-Index, bei dem 240 Logistikdienstleister und Verlader befragt wurden. Der Index betrug im zweiten Quartal 2009 112,81 Punkte nach 114,79 Punkten im ersten Quartal 2009. Das entspricht einem Verlust von 1,73 Prozent. Damit sinkt der Index nicht mehr in dem Tempo wie drei Monate zuvor. Damals war der Index um 2,54 Prozent abgerutscht, dem stärksten Rückgang seit Bestehen des Index. Erschwerend kommt für viele Transportdienstleister hinzu, dass die Nachfrage nach Frachtraum sinkt. So berichten fast zwei Drittel der Verlader, dass ihr Aufkommen im zweiten Quartal 2009 rückläufig war. Nur sechs Prozent von ihnen verzeichnet steigende Volumina. Entsprechend sahen sich die Dienstleister einem Nachfrageeinbruch gegenüber. Bei 73 Prozent war der Auftragseingang rückläufig. 28 Prozent mussten Einbußen in Höhe von mehr als acht Prozent verkraften. Die sinkenden Mengen und Preise haben gravierende Folgen für die Dienstleister. So wollen 43 Prozent der Spediteure ihren Fuhrpark verringern, wie eine Sonderabfrage der Zeitschrift VerkehrsRundschau, einer Schwesterzeitschrift von LOGISTIK inside, ergab. 41 Prozent geben an, Personal entlassen zu wollen. Diese Maßnahmen hängen wesentlich von der zukünftigen Entwicklung der Transportmärkte ab. Für das kommende Quartal rechnen nur fünf Prozent der Befragten mit steigenden Frachtraten. 38,9 Prozent glauben an sinkende Preise, der Rest geht von einem konstanten Niveau aus. (cd/pi)
Straßengüterverkehr: Transportpreise geben weiter nach
VerkehrsRundschau-Index sinkt im zweiten Quartal 2009 um 1,73 Prozent