Rom. Seit 1. Januar muss man tiefer in den Geldbeutel greifen bei Verstößen gegen die italienische Straßenverkehrsordnung. Gleich vier Ministerien haben gemeinsam eine Erhöhung um durchschnittlich 4,1 Prozent dekretiert. Die Begründung: seit 2002 sei das Strafmaß unverändert, jetzt müsse man sie der Inflationsrate anpassen. Das Halteverbot kostet jetzt 35 Euro, genauso wie eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 10km/h; das Fahren ohne Licht (auch tagsüber in Italien vorgeschrieben) 71 Euro. Wer auf der Notspur auf der Autobahn erwischt wird, muss 357 Euro berappen, das Gleiche kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 40km/h oder das Rückwärtsfahren auf der Autobahn. Wer ohne Versicherung erwischt wird, den kostet das jetzt 716 Euro und wer gar auf der Autobahn dreht, muss ein gutes Monatsgehalt hinblättern: 1.693 Euro. Bei Verstößen wie das Fahren ohne Sicherheitsgurt oder das Telefonieren mit dem Handy während des Fahrens sind von der Erhöhung nicht betroffen: sie sind erst seit weniger als zwei Jahren in den Bußgeldkatalog aufgenommen worden. (rp)
Strafzettel in Italien werden teurer
Vier Prozent höhere Bußgelder seit Januar – betroffen sind unter anderem Übertretungen des Halteverbots, Geschwindigkeitsüberschreitungen und auch tagsüber Fahren ohne Licht