Zwar wurde die Messe um einen Tag auf acht Tage verlängert, dennoch wollten nur rund 700.000 noch verbliebene IT-Begeisterte die Exponate bewundern. Das sind 150.000 weniger als im Vorjahr. Damit hat die IT-Krise ihr Flaggschiff erreicht. Die Unternehmensberatung Mummert und Partner sowie der IT-Dienstleister Inworks haben nach den Ursachen für den Boykott der Technik-Freunde gefahndet und welche gefunden. Grund für den Besucherschwund sei nicht nur die Branchenflaute. Die Messe werde immer unwichtiger, darin seien sich Besucher und PC-Händler einig. Als Grund für ihr Fernbleiben nennen Internetnutzer am häufigsten (26 Prozent), der Zeitaufwand lohnt sich nicht mehr. Weitere Gründe: zu viele Angebote auf zu wenig Platz (zehn Prozent) und das alles noch unübersichtlich (neun Prozent). Das Hauptproblem der Cebit sei das auseinander driften von Kundenwünschen und Messeschwerpunkten. Die Aussteller setzen auf Zukunftstechnologien, während sich die Besucher eher für Themen interessieren, die im PC-Alltag schon heute wichtig sind. Dazu gehören vor allem die Sicherheit vor Viren und Datenverlust, die mehr als zwei Drittel (69 Prozent) nennen. An zweiter Stelle nennen Verbraucher (zu 64 Prozent) das Thema breitbandiges Internet. Letzteres hätten aber die Aussteller nicht wichtig gefunden, so das Ergebnis der Umfrage.
Stell dir vor es ist Cebit und keiner geht hin
Den noch vor Beginn angekündigten Ausstellerrekord bei der Cebit 2002 in Hannover musste die Deutsche Messe bereits nach unten korrigieren. Neben den Ausstellern blieben aber auch die Besucher weg.