Das EU-Satellitennavigationssystem ist gerettet. Nach monatelanger Ungewissheit haben die EU-Verkehrsminister am 26. März in Brüssel einstimmig die bis 2005 geplante Entwicklungsphase eingeleitet. Nun können Bodenstationen und 30 Satelliten konzipiert werden, die ab 2008 in 24.000 km Höhe ihre Dienste anbieten sollen. Eine Verwaltung mit Sitz in Brüssel soll die Ausschreibung zur Projektbeteiligung übernehmen. Nach ihrer Auswertung Ende 2003 steht die Gesellschaft auch dem Privatkapital offen. Sein Anteil soll bis zum Start des insgesamt 3,4 Milliarden Euro teuren Kosmossystems auf zwei Drittel steigen. EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio und Ratspräsident Francisco Alvarez-Cascos feierten die Einigung als "Erfolg von größter Bedeutung". Der deutsche Verkehrsminister Kurt Bodewig sprach von einem "Meilenstein" für eine "Schlüsseltechnologie". Auch die neue Lkw-Maut solle "über Satellitenortung" erhoben werden. Das US-System GPS, so Bodewig, "ist vor allem militärisch geprägt und in Krisenzeiten unsicher". Deshalb sei eine "EU-eigene Alternative mit ziviler Verwaltung sinnvoll". (vr/dw)
Starterlaubnis für Galileo
Bodewig: Meilenstein für eine Schlüsseltechnologie