Spediteure: Schlechte Geschäfte – Länder dürfen Mauterhöhung nicht zustimmen

03.11.2008 17:19 Uhr

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband DSLV fordert die Ministerpräsidenten der Länder auf, der Mauterhöhung ab Januar 2009 nicht zuzustimmen

Bonn. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband DSLV fordert die Ministerpräsidenten der Länder auf, der Mauterhöhung ab Januar 2009 nicht zuzustimmen. „Fast jeder unserer Mitgliedsbetriebe ist momentan mit Mengeneinbrüchen und Umsatzeinbußen konfrontiert. Die Produktionsstopps der Automobilindustrie zeigen ihre erste Wirkung auch in der Zulieferindustrie, wo es derzeit fahrstuhlartig nach unten geht. Stehen die Bänder still, stehen auch unsere LKW“, beschreibt Heiner Rogge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) die derzeitige Lage. Eine Anhebung der Mautkosten um 40 bis 90 Prozent, wie von Seiten der Bundesregierung vorgesehen, sei in dieser Situation unverantwortlich. Es könne nicht angehen, dass der Finanzwirtschaft mit dreistelligen Milliardenbeträgen unter die Arme gegriffen werde und die Speditions- und Transportwirtschaft gleichzeitig zusätzliche Milliarden an Kosten zu tragen habe, so der Verband weiter. Viele Unternehmen würden dies aufgrund fehlender Anschlussaufträge nicht überleben. Mehrere 1000 Arbeitsplätze gingen verloren. Zudem sei das angekündigte Harmonisierungsprogramm in Höhe von 600 Millionen Euro nicht beschlossene Sache. Eine Entscheidung stehe immer noch aus. Auf diese Voraussetzung hätten die Länder immer verwiesen, so Rogge weiter. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld werde es für viele Betriebe nicht möglich sein, die Maut eins-zu-eins durchzurechnen. „Bereits jetzt haben einzelne Vertreter der Wirtschaft angekündigt, dass sie sich an den Mautkosten auf keinen Fall beteiligen werden“, sagt Rogge. (sv)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Senior Buyer (m/w/d)

Sehnde bei Hannover

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.