Berlin. Spediteure haben mit Protesten gegen die drastisch gestiegenen Dieselpreise gedroht. In den nächsten Wochen seien Aktionen in einer Reihe von Bundesländern geplant, darunter in Bayern und Niedersachsen sowie in Ostdeutschland, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV), Heiner Rogge, der „Rheinpfalz am Sonntag“. Er warf der Bundesregierung vor, die Hände in den Schoß zu legen und die Transportunternehmen mit ihren Existenzsorgen alleine zu lassen. Eine Reihe von Transportfirmen hätten wegen der hohen Spritpreise bereits aufgeben müssen. Gefragt sei eine kurzfristige und wirksame Unterstützung. Für die Konkurrenz in den europäischen Nachbarstaaten sei Diesel deutlich billiger zu bekommen. Rogge nannte es unwahr, wenn vonseiten der Politik behauptet werde, nichts gegen die Preisexplosion tun zu können. „Die Bundesregierung ist am Zuge, für Entlastung zu sorgen.“ So könne gewerblicher Diesel für die Spediteure angeboten oder die Ökosteuer gestrichen werden. Es sei „zynisch und dummes Zeug“, wenn Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) stattdessen auf den Ausbau von alternativen Energien verweise und sein Kabinettskollege, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), sich die Taschen fülle. Die Bundesregierung gebärde sich schlimmer als die Ölscheichs und die Mineralölkonzerne, zitierte die Zeitung den Verbandsfunktionär. (dpa)
Spediteure drohen mit Aktionen gegen Dieselpreise
Zeitung: DSLV-Geschäftsführer Rogge gibt an, dass in den nächsten Wochen mehrere Aktionen geplant sind