Angesichts der katastrophalen Folgen des letzten wochenlangen Streiks bei der französischen Staatsbahn SNCF ist deren Bahnfrachtabteilung SNCF Fret jetzt deutlich darum bemüht, den Flurschaden zu begrenzen. Vom 15. bis 18. Mai gibt sie landesweit in 12 Hauptbahnhöfen im Rahmen von themenspezifischen Ausstellungen Einblick "in die verdeckte Seite der Bahnfracht". Zentrales Thema ist der Beitrag des Schienengütertransports zur Regionalentwicklung. Demonstriert werden soll ferner, dass dieser Bereich für die Staatsbahn Priorität hat und die Eisenbahner sich für dieses Ziel auch engagieren. Im Februar war der Aktion eine Plakat- und TV-Werbekampagne vorangegangen. Der Streik, der die Bahn allein im Personentransport rund 300 Millionen DM gekostet hat, fiel genau dazwischen. Von Verladerseite wird die Good-will-Unternehmung als Augenwischerei angesehen, ist doch der Frachtbereich bei den häufigen Arbeitskämpfen immer derjenige, um den sich die Streikenden als letztes kümmern. (vr/jb)
SNCF geht auf Good-will-Tour
Beitrag des Schienengüterverkehrs zur Regionalentwicklung imVordergrund