Die Frachtabteilung der französischen Staatsbahn SNCF hat Anfang Juni ihren Jahresbericht 2000 vorgelegt. Der konsolidierte Umsatz des Unternehmens erhöhte sich im vergangenen Jahr um 5,6 Prozenz auf 6,513 Milliarden Euro und erreichte damit 33 Prozent am Gesamtumsatz der Bahn. Das ebenfalls konsolidierte Gewinnergebnis fiel demgegenüber wie im Vorjahr negativ aus und erreichte minus 198 Millionen Euro. Es hätte deutlich günstiger ausgesehen, wenn der Bereich SNCF-Fracht im vergangenen Jahr nicht mit dem Tochterunternehmen Sernam und Geodis zusammengelegt worden wäre. Die Letztgenannten schlossen beide mit Verlusten: Sernam in Höhe von etwas über 110 Millionen Euro (21,5 Millionen mehr als im Vorjahr), und Geodis, Frankreichs größte Transport- und Logistikgruppe, mit 7 Millionen. Strategisch hat SNCF Fret im letzten Jahr durch Ausrichtung der Aktivitäten auf klar definierte Einzelmärkte die Weichen für ein internationales Komplettangebot gestellt: Auto-Logistik (STVA), Kombitransport (CNC), Chemische Transportgüter (zusammen mit der Schweizer Firma Ermewa) sowie Getreide und Schüttgüter. Ende Mai dieses Jahr genehmigte der Verwaltungsrat den Ankauf von 300 neuen Fracht-Lokomotiven. (vr/jb)
SNCF Fret 2000
Die französische Bahn hat bei gestiegenen Umsätzen Verluste eingefahren