SNCF befürchtet für 2002 ein Minus von 150 Millionen Euro

17.09.2002 16:49 Uhr

Das Unternehmen stellt geplante Neueinstellungen vorerst zurück

Paris. Die Nettoverluste der französischen Staatsbahn SNCF könnten in diesem Jahr doppelt so hoch ausfallen wie erwartet und 150 Millionen Euro erreichen. Das berichteten die beiden Wirtschafts- und Finanzblätter La Tribune und Les Echos. Die geplanten Neueinstellungen und Investitionen würden deshalb wahrscheinlich fürs Erste zurückgestellt werden. Bis Ende Juni lag der Zuwachs beim Personentransport bis zu 4,5 Prozent hinter den angestrebten Zahlen zurück und bezifferte sich nur auf 3,5 Prozent. Beim Bahnfracht-Dienstleister SNCF Fret hinkte die Entwicklung um 4,4, Prozent hinter den Erwartungen her, bei den Einnahmen sogar um 7,2 Prozent. Bahnchef Louis Gallois dürfte daher bei der nächsten Aufsichtsratsitzung am 25. September keinen leichten Stand haben. Laut Les Echos will sich das Staatsunternehmen in Bälde an den Kapitalmarkt wenden und plant die Ausgabe von Obligationen im Wert von 500 Millionen Euro. (vr/jb)

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