Das befürchtete Chaos am Gotthard ist über die Osterfeiertage weitgehend ausgeblieben. Zwar stauten sich die Autos (nur Pkw, da an Feiertagen Lkw-Fahrverbot) am Karfreitagmorgen zeitweise bis zehn Kilometer, doch schon am frühen Nachmittag war wieder freie Fahrt in Richtung Süden. Weder am Donnerstag noch am Samstag wurden aus dem Kanton Uri (wie in anderen Jahren üblich) weitere Behinderungen gemeldet. Die von der eigens eingesetzten Task Force des Bundesrates vorgeschlagene und von der Regierung genehmigte Lockerung des Nachtfahrverbotes im Tessin und die damit zusammenhängende Abfertigung der Lastwagen am Zollamt von Chiasso (in den Nächten auf Karfreitag und Ostersamstag) bis morgens gegen zwei Uhr, oder bis alle Stauräume leer waren, haben eine positive Wirkung gezeigt. Für Nationalrat und Transportunternehmer Ulrich Giezendanner ist das zwar überaus positiv zu werten, doch "für die Zukunft müssen konkrete Lösungen auf den Tisch". Für die von Bundespräsident Moritz Leuenberger – im Zusammenhang mit den Kapazitäts-Problemen im Nord-Süd-Verkehr am Gotthard – ins Gespräch gebrachte "Transitsperre an Feiertagen" hat er überhaupt kein Verständnis. "Wir haben einen gültigen Transitvertrag, und wir haben ein Landverkehrsabkommen, in dem ganz genau festgehalten ist, wann die Lastwagen fahren dürfen und wann nicht." (vr/hrk)
Schweiz erlebt relativ ruhigen Osterverkehr
Lockerung des Nachtfahrverbots im Tessin vor Ostern hat sich positiv ausgewirkt