Mit der Schleuse Rothensee ist am Montag ein erster Bauabschnitt an Europas größtem Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg in Betrieb gegangen. Das Milliardenprojekt soll eine direkte Verbindung zwischen Mittelland-Kanal und Elbe-Havel-Kanal über die Elbe hinweg herstellen. Die 170 Millionen DM teure Schleuse ermöglicht Schiffen und Schubverbänden bis 180 Meter Länge den Zugang vom Mittellandkanal in den Magdeburger Hafen und die Elbe. Damit sei der Hafen auch für größere Schiffe erreichbar, sagte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens. Die neue Schleuse sei zudem ein wichtiges Bauwerk auf dem Weg der Binnenschiffe nach Berlin. "Die Transportkosten werden mit einem Schlag um 20 bis 40 Prozent sinken. Das ist ein Quantensprung in der Binnenschifffahrt", sagte Mertens. Das Vorhaben gehört zum Verkehrsprojekt Nummer 17 Deutsche Einheit. Es umfasst neben dem Bau der Schleusen und der Kanalbrücke die Verbreiterung der beiden Kanäle sowie den Bau weiterer Schleusen zwischen Hannover und Berlin. (vr/dpa)
Schleuse am Wasserstraßenkreuz Magdeburg in Betrieb genommen
Direkte Verbindung zwischen Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal