Mit der Entwicklung der SCR-Technologie ist die Nutzfahrzeugindustrie schon heute auf die erst ab 2008/2009 gültige Abgasnorm Euro 5 vorbereitet. Dies war der Tenor des Symposiums „Abgasnachbehandlung im Nutzfahrzeug – Emissionsvorschriften Euro 4 und Euro 5“, zu dem der Verband der Automobilindustrie (VDA) eingeladen hatte. Die Industrie plädiert für eine breitere Versorgung mit dem für SCR benötigten Betriebsstoff AdBlue. „Lkw-Fahrer sollten möglichst bald überall in Europa den zusätzlichen Betriebsstoff tanken und damit alle Möglichkeiten zur weiteren Emissionsabsenkung nutzen können. Für AdBlue muss daher rasch flächendeckend eine Infrastruktur geschaffen werden, und zwar auch in den neuen EU-Beitrittsländern“, richtete der VDA-Präsident Prof. Dr. Bernd Gottschalk den Appell an die Mineralölwirtschaft. Das Interesse an dieser Veranstaltung war überwältigend. Der Saal war fast schon zu klein für den Andrang, als mehrere Vertreter von Nutzfahrzeugherstellern, der chemischen und der Mineralölindustrie unter der Moderation des VDAGeschäftsführers Technik und Umwelt, Dr. Thomas Schlick, die Vorteile des Systems zur Abgasnachbehandlung vorstellten. Ab Januar 2005, also bereits drei Jahre vor In-Kraft-Treten der Euro- 5-Norm, werden Lkw mit SCRTechnologie (Selective Catalytic Reduction), die den Betriebsstoff AdBlue benötigen, serienmäßig verfügbar sein. „Mit AdBlue ist es möglich, vor allem die Stickoxid-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge weiter deutlich abzusenken“, sagte der VDA-Präsident weiter und verwies damit auf das hohe Innovationspotenzial der Nutzfahrzeughersteller. Das SCR-System wandelt Stickoxide durch die ungiftige und geruchlose Harnstofflösung AdBlue in Stickstoff und Wasser um.
Saubermänner unterwegs
Die Lkw-Hersteller sind längst auf Euro 5 vorbereitet – gefragt ist nun eine flächendeckende Infrastruktur mit Tankstellen für AdBlue