SAS: Hohe Verluste und Stellenabbau

09.02.2010 11:45 Uhr
SAS
Kapitalspritzen von Dänemark, Schweden und Norwgen sollen Geld in die Kassen von SAS bringen
©Foto: SAS

Konzernchef Jansson klagt über "härtestes Jahr" / Rationalisierungsmaßnahmen sollen Einsparungen bringen

Stockholm. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ihre Verluste zwar mehr als halbiert, will aber wegen weiter akuter Probleme nochmals Stellen streichen. Die angeschlagene Airline bekommt von den Länder-Eignern zusätzliches Kapital. Wie das halbstaatliche Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte, sank der Nettoverlust 2009 auf 2,9 Milliarden Kronen (286 Mio Euro) verglichen mit 6,4 Milliarden Kronen im Vorjahr. Allein 1,3 Milliarden Kronen Verlust wurden im vierten Quartal eingeflogen. Konzernchef Mats Jansson stufte 2009 als „härtestes Jahr überhaupt für die gesamte Luftfahrt“ ein. Es habe zu einem „extremen Absturz der Nachfrage bei Geschäftsreisen“ geführt. Der Umsatz fiel von 52,9 auf 44,9 Milliarden Kronen. Für 2010 zeichne sich eine Stabilisierung der Nachfrage ab, dennoch sei weiter mit strukturellen Problemen zu rechnen. SAS will die Kosten zusätzlich zu bereits angepeilten Einsparungen über fünf Milliarden Kronen durch weitere Rationalisierungsmaßnahmen um zwei Milliarden Kronen senken. Geplant sind dabei vor allem 650 Stellenstreichungen über die im vergangenen Jahr bereits erfolgten 3000 hinaus. Ende 2008 hatte das Unternehmen noch gut 20.000 Beschäftigte. Die Regierungen von Dänemark, Norwegen und Schweden gaben kurz nach Bekanntgabe der Bilanzzahlen grünes Licht für eine von SAS gewünschte Kapitalerhöhung um insgesamt fünf Milliarden schwedische Kronen. Das skandinavische Gemeinschaftsunternehmen kämpft seit mehreren Jahren mit schrumpfenden Marktanteilen und Verlusten. Es gilt immer wieder auch als Kandidat für eine Übernahme durch die deutsche Lufthansa. (dpa)

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