Schwerin. Auf der größten Logistikmesse Russlands der Transrussia will Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) in der kommenden Woche Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern Rückenstärkung geben. Schwerpunkt der Messe, die am Dienstag in Moskau beginnt, sei die Hafenwirtschaft, sagte Schlotmann. Er begleite Vertreter der Häfen und des Landeshafenverbandes. „Ich betreibe dort Lobbyarbeit“, erklärte er. Mit seiner Präsenz wolle er den russischen Partnern und der eigenen Hafenwirtschaft signalisieren, dass die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern die ganze Unterstützung der Landesregierung haben. Russland sei bereits ein wichtiger Markt für Mecklenburg- Vorpommerns Wirtschaft. Derzeit bauten die Russen ihre Hafenkapazitäten im Ostseeraum aus. „Ich möchte, dass die Russen, wenn sie über Transport nachdenken, immer unsere Häfen mit im Kopf haben“, betonte Schlotmann. Derzeit bestünden Linienverbindungen zwischen Sassnitz und St. Petersburg sowie Baltijsk bei Kaliningrad (Königsberg). Insbesondere die Anbindung der russischen Enklave Kaliningrad solle ausgebaut werden, sagte Schlotmann. Mecklenburg- Vorpommern biete sich als Dienstleister an. Profitieren könnten davon alle Häfen im Land. Die Beförderungsleistung im Fährverkehr zwischen Sassnitz und Baltijsk ist nach Ministeriumsangaben von rund 20.000 Tonnen im Jahr 2007 auf 57.000 Tonnen 2008 gestiegen. Auf der Linie nach St. Petersburg sei die Tonnage dagegen im gleichen Zeitraum von 45.000 auf 30.500 Tonnen zurückgegangen. Insgesamt erreichte der Seegüterverkehr zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland im Vorjahr 2,4 Millionen Tonnen. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich knapp 500.000 Tonnen. Russland exportiere auf dem Seeweg vorwiegend Rohstoffe und damit Massengüter, die nicht im Linienverkehr befördert werden, hieß es. Im ersten Quartal 2009 erwartet das Ministerium wegen der aktuellen Wirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf beiden Fährlinien ein Rückgang. Schlotmann sprach von einem „harten Jahr, das durchzustehen“ sei. Er hoffe aber, dass die Durststrecke bald überwunden werde. „Ich neige dazu zu sagen, 2010 wird die Kurve wieder nach oben gehen“, zeigte sich Schlotmann optimistisch. Es werde investiert und die Stimmung in der Hafenwirtschaft sei „nüchtern-positiv“. (dpa)
Russland wichtiger Markt für Mecklenburg-Vorpommerns Häfen
Verkehrsminister Schlotmann stärkt Häfen auf russischer Logistikmesse Transrussia den Rücken