St. Petersburg. Die russische Regierung arbeitet an einer "Transportstrategie" für die nächsten 20 Jahre. Sie sieht Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Dollar in den Verkehrssektor vor. Neben dem Ausbau von Häfen und Verkehrswegen entlang der beiden Korridore Ost-West (Asien-Europa) und Nord-Süd (Ostsee-Kaspisches Meer) soll vor allem das regionale Straßennetz gestärkt werden. Laut Vizepremier Wladimir Jakowlew fehlen Russland 1,5 Millionen Kilometer Straßen, zweimal mehr als vorhanden. 12 Millionen Russen hätten bis heute keinen Zugang zu ganzjährig verlässlicher Verkehrsinfrastruktur. Einem WTO-Beitritt sei das russische Verkehrsnetz beim momentanen Ausbautempo nicht gewachsen, so der Präsident der Industrie- und Handelskammer, Jewgeni Primakow. Die nötigen Mittel für die Verkehrsprojekte sollen auch durch ausländische Kredite, Staatsanleihen und von Privatinvestoren aufgebracht werden. Sie können im Gegenzug Maut erheben oder – etwa in Sibirien – Konzessionen für den Abbau von Bodenschätzen erhalten. (vr/ld)
Russland arbeitet "Transportstrategie" aus
25 Milliarden Dollar für 1,5 Millionen Straßenkilometer