Holzwickede. Das Logistikunternehmen Rhenus hat mitgeteilt, in Kalinigrad, dem früheren Königsberg, ein neues Logistikzentrum zu errrichten. Die Anlage liege in unmittelbarer Nähe des Hafens Baltijsk und verfüge über eine Fläche von 7000 Quadratmetern. Rhenus will den Standort an der Ostsee künftig verstärkt als Drehscheibe für den russischen Markt nutzen. „Kaliningrad ist für den Transit nach Russland die ideale Zwischenstation”, sagt Thomas Westphal, Unternehmenssprecher der Rhenus-Gruppe. Das Gebiet genießt des Status einer Sonderwirtschaftszone. Westphal: „Vorprodukte können zollfrei eingeführt, hier veredelt und anschließend auf den russischen Markt gebracht werden.” Rhenus kündigt an, ab August 2005 in Kaliningrad eine breite Palette von Leistungen anzubieten. Dazu würden Transporte insbesonder von hochwertigen Gütern per Schiff, Flugzeug, LKW und Bahn zählen sowie Verzollung, Kontraktlogistik und landesweite Distribution. Der Hafen Baltijsk, der zu den zehn wichtigsten Seehäfen Russlands zählt, wird nach Einschätzung von Rhenus weiter an Bedeutung gewinnen. (tbu)
Rhenus baut Logistikzentrum in Kaliningrad
Ostseehafen Baltijsk soll logistische Drehscheibe für den russischen Markt werden