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Rheintalbahn: Vor Tunnel-Havarie kleine Veränderungen im Gleisbett

Sieben Wochen war die Bahnstrecke zwischen Baden-Baden und Rastatt gesperrt
© Foto: picture alliance/dpa/Uli Deck

Sieben Wochen ging auf der Bahnstrecke zwischen Baden-Baden und Rastatt nichts mehr. Jetzt zeigt sich: Schon vorher gab es minimale Veränderungen im Gleisbett.

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Rastatt. Schon vor der Tunnel-Havarie an der Strecke der Rheintalbahn in Rastatt gab es minimale Veränderungen im Gleisbett.
„Das installierte Messsystem hat Veränderungen der Gleislage im Millimeterbereich registriert und an die Sachverständigen gemeldet”, sagte Michael Breßmer, Sprecher des Neubauprojektes Karlsruhe-Basel, am Montag. Daraufhin sei das Gleisbett mit zusätzlichem Schotter aufgefüllt worden. Zuvor hatte die „Badische Zeitung” berichtet. Dieses „Nachstopfen” sei ein völlig normaler Vorgang, um minimale Senkungen auszugleichen, hieß es bei der Bahn.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr bedeutsame Nord-Süd- Verbindung war im vergangenen Sommer an der Stelle sieben Wochen lang (12. August bis 2. Oktober) gesperrt gewesen. Damals hatten sich beim Tunnelbau für die Neubaustrecke die Schienen gesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren.

Unter den Gleisen hatte sich die Tunnelbohrmaschine „Wilhelmine” ihren Weg durch den dafür vereisten Untergrund gebahnt. „Wir gingen davon aus, dass es durch die Vereisung zu Veränderungen im Gleisbereich kommen kann”, betonte Breßmer. „Deshalb haben wir ein umfangreiches Monitoring am Gleisfeld installiert.” Kleine Veränderungen gebe es immer, sie seien keinesfalls als Vorbote der späteren Havarie zu sehen.

Bergung der Tunnel-Vortriebsmaschine noch nicht absehbar

Eine Bergung der einbetonierten Tunnel-Vortriebsmaschine „Wilhelmine” ist noch nicht absehbar. Um an sie zu kommen, muss ein Betonpfropfen entfernt werden, der den Bereich der einbetonierten Maschine sichert. Die Arbeiten dazu sollen im Frühjahr beginnen.

Das gesamte Tunnelprojekt soll nach der Havarie nun im Jahr 2024 - und damit zwei Jahre später als ursprünglich geplant - fertig sein. Die genaue Ursache des Unglücks und die Höhe des Schadens sind noch unklar. Zwischen Bahn und Baufirmen läuft dazu ein Schiedsverfahren. Wann Ergebnisse zu erwarten sind, ist noch nicht bekannt. Die 18 Millionen Euro teure Tunnelbohrmaschine „Wilhelmine”, die rund 40 Meter vor dem geplanten Ende der Röhre im Betonmantel feststeckt, ist jedenfalls nicht mehr zu retten. (dpa)

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