Nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums hat die deutsche Binnenschifffahrt nur eine Zukunft wenn diese ihre Interessen stärker bündelt. Dazu biete die Regierung ihre Hilfe an, sagte Verkehrs-Staatssekretär Ralf Nagel (SPD) auf einer Veranstaltung der "Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt" (PGBi). Jetzt müsse die Vorarbeit geleistet werden, um den Stellenwert der Branche zu erhöhen. Der Marktanteil der deutschen Binnenschifffahrt am Güterverkehrswachstum sei von 44,4 Prozent im Jahr 1991 auf 35,2 Prozent im vergangenen Jahr gesunken. Nur mit einem leistungsfähigeren Wasserstraßennetz könne die Binnenschifffahrt gegenüber dem LKW und der Schiene wettbewerbsfähig werden. Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Selbständigen Abteilung Binnenschifffahrt e.V., Jürgen Schlieter, hob die Bedeutung des Internets hervor, um Frachten zu aquirieren. Die Liberalisierung des Marktes verlange auch von den Binnenschiffern ein Umdenken, meinte Schlieter zu den vielfach vorgetragenen Klagen der Branche. (vr/jök.)
Regierung will Binnenschifffahrt stärken
Unterproportionales Wachstum der Wasserstraße erfordert höheren Stellenwert der Branche