Berlin. Die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung mehren sich, das Risiko eines Rückschlages bleibt aber. Dies ist das Fazit aus dem neuen Konjunkturbericht des Bundeswirtschaftsministerium vom heutigen Freitag in Berlin. Vor allem die Abwrackprämie hat bislang geholfen, die Flaute für die Autohersteller abzumildern. Die Gesamterzeugung im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im Mai preis- und saisonbereinigt um 3,7 Prozent. Dem Bericht zufolge belebte sich vor allem die Bestelltätigkeit in der Industrie. „Die Aussichten für die Industrieproduktion haben sich damit spürbar verbessert.“ Die Lage an den Finanzmärkten wird aber noch immer als problematisch beurteilt. „Die konjunkturellen Risiken bleiben daher hoch“, warnt das Ministerium. Während sich die Bauproduktion den Angaben zufolge um 3,2 Prozent abschwächte, legte die Industrie um 5,1 Prozent kräftig zu. Der private Konsum erweist sich derzeit als Stütze der Konjunktur. Grund seien „neben dem ruhigen Preisklima auch die Maßnahmen aus den Konjunkturpaketen“: Sie führten zu einer Erhöhung der verfügbaren Einkommen. Zudem dürfte die Bauindustrie nach Einschätzung des Ministeriums von den konjunkturpolitischen Stützungsmaßnahmen profitieren. Allerdings sei damit zu rechnen, dass die Konjunktur durch steigende Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten zunehmend belastet werde. Beim Export gab es nach den Rückgängen der Vormonate zuletzt einen leichten Zuwachs von (saisonbereinigt) 0,3 Prozent. Für den deutschen Außenhandel gebe es inzwischen wieder verbesserte Perspektiven. (dpa)
Regierung sieht leichten Aufschwung
Vermehrt Anzeichen für Konjunktur-Stabilisierung: Gesamterzeugung im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im Mai um 3,7 Prozent