London/Berlin. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist angesichts der Wirtschaftskrise mit einem größeren Verlust ins Jahr gestartet. Von Januar bis März kam unter dem Strich ein Minus von 88,4 Millionen Euro zusammen nach minus 59,6 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte auf minus 87,3 Millionen Euro ab (Vorjahr: minus 68,6 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr strebt der Vorstand aber weiterhin ein positives EBIT an, das über dem Vorjahresniveau von 14,2 Millionen Euro liegen soll. Rote Zahlen im ersten Quartal sind in der Luftfahrtbranche üblich. Vorstandschef Joachim Hunold sagte, das schon im vergangenen Jahr gestartete Programm zur Kostenkontrolle und Kapazitätssteuerung trage weiter Früchte. So konnte der Umsatz vor allem wegen höherer Preise um 1,2 Prozent auf 661,2 Millionen Euro gesteigert werden. Dabei legte das Chartergeschäft mit Reiseveranstaltern um 4,6 Prozent zu. Der Ticketverkauf für Einzelplätze im Linienverkehr blieb im ersten Quartal stabil. Die Aktie legte am Mittwoch zu und notierte am Mittag um 3,19 Prozent im Plus bei 4,20 Euro.(dpa)
Quartalszahlen: Air Berlin verbucht Verluste
Netto-Ergebnis im ersten Quartal sinkt auf minus 88,4 Millionen Euro / Konzernumsatz steigt gegenüber Vorjahr um 1,2 Prozent