Brüssel. Wenige Tage vor Auslaufen der vertraglich festgesetzten Frist kommt noch immer keine Bewegung in die geplante Übernahme der Austrian Airlines (AUA) durch die Deutsche Lufthansa. „Es sind äußerst schwierige Verhandlungen“, sagte die österreichische EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner am Montag in Brüssel. Die EU-Kommission als oberste Wettbewerbsaufsicht der Staatengemeinschaft muss grünes Licht für die Fusion geben. Lufthansa hatte dafür eine Frist bis zum 31. Juli gesetzt. Um ihre Genehmigung zu erteilen, hatten die Wettbewerbshüter auf Zugeständnisse seitens Lufthansa gepocht. Auch nach mehrmaligen Nachbesserungen war die Kommission mit den Angeboten des deutschen Luftfahrtriesen jedoch nicht zufrieden. Lufthansa soll bestimmte Start-und Landerechte an Konkurrenten abgeben. „Es ist sehr notwendig, dass endlich eine Entscheidung fällt“, sagte Ferrero-Waldner. Doch auch nach „intensiven Gesprächen“ gebe es keine Neuigkeiten, sagte eine Sprecherin von EU- Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, die für die Prüfung der Übernahme zuständig ist. „Es bleibt immer weniger Zeit und die Chancen schwinden.“ Die EU-Kommission muss zudem noch grünes Licht für eine 500 Millionen Euro hohe Staatshilfe für die AUA geben. Diese Genehmigung wurde von Lufthansa – ebenso wie die Erlaubnis bis zum 31. Juli – als Voraussetzung für die Übernahme festgesetzt. (dpa)
Prüfung von Lufthansa-AUA-Deal stagniert
Am Freitag läuft die vertragliche festgesetzte Frist für die Übernahme der österreichischen Austrian Airlines ab