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Profite im internationalen Luftverkehr steigen wieder

© Foto: Jens Schlueter/ ddp

Die Luftverkehrsorganisation Iata hat ihre Finanzprognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert


Datum:
21.09.2010
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Genf. Die International Air Transport Association (Iata) hat ihre Finanzprognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Sie erwartet nun einen Gewinn von 8,9 Milliarden US-Dollar für Fluggesellschaften weltweit. Im Juni 2010 waren nur 2,5 Milliarden US-Dollar Gewinn prognostiziert worden. Für das Jahr 2011 erwartet der Branchenverband einen Rückgang auf 5,3 Milliarden US-Dollar. „Die wirtschaftliche Erholung der Branche verläuft stärker und schneller als erwartet", sagte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der Iata. Es gebe jedoch Zweifel, wie lange dieser zyklische Aufschwung andauere. Bisignani weiter: „Selbst wenn die Erholung nachhaltig sein sollte, sind unsere Gewinnspannen so hauchdünn, dass eine Verbesserung des Profits um das Dreieinhalbfache nur zu einer Marge von 1,6 Prozent führt." Das sei unter der Gewinnspanne von 2,5 Prozent aus den Spitzenzeiten von 2007 und weit unterhalb der Grenze, die es den Airlines erlauben würde, die Kapitalkosten zu decken.

Die Anhebung der Prognose für 2010 geht laut Iata auf eine Reihe unterschiedlicher Faktoren zurück. Umsatzseitig sorgen eine stärkere Nachfrage und ein strengeres Kapazitätsmanagement für bessere Erträge und höhere Umsätze. Gleichzeitig bleiben die Kosten vergleichsweise stabil.

Europa bleibt in den roten Zahlen

Zwar haben sich die Aussichten in allen Regionen mit Ausnahme Afrikas gegenüber der vergangenen Prognose verbessert, dennoch bleiben große Unterschiede. Fluggesellschaften in Europa erwarten einen Verlust von nur noch 1,3 Milliarden US-Dollar (Juni: 2,8 Milliarden US-Dollar). Diese Entwicklung hängt stark mit der Verkehrsentwicklung nach Europa zusammen. Die schwache europäische Währung hatte Exporte stimuliert und zu einer Verbesserung des Frachtgeschäfts geführt. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche Europas sowie ein zögerliches Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaft sorgen weiterhin für eine schwache Passagiernachfrage ab Europa.

Fluggesellschaften in Nordamerika rechnen nun mit einem Gewinn von 3,5 Milliarden US-Dollar (Juni: 1,9 Milliarden US-Dollar), Airlines im asiatisch-pazifischen Raum von 5,2 Milliarden US-Dollar (Juni: 2,2 Milliarden US-Dollar), in Lateinamerika von einer Milliarde US-Dollar (Juni: 0,9 Milliarden US-Dollar) sowie im Nahen und Mittleren Osten von 400 Millionen US-Dollar (Juni: 100 Millionen US-Dollar).

Für das Jahr 2011 erwartet die Iata weltweit ein schwächeres Wachstum, da sich die Nachholeffekte nach Ende der Wirtschaftskrise abschwächen. Die Konsumausgaben können diese Flaute vermutlich nicht ausgleichen, da die Arbeitslosigkeit hoch bleibt und das Verbrauchervertrauen in Europa und Nordamerika zurückgeht. (sb) 

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