Osnabrück. Das Prinzip "Schiene vor Straße" ist nach Ansicht der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens (SPD), noch immer aktuell. "Man wird vieles nicht mehr runterholen können von der Straße", bekannte sie am Dienstag am Rande einer Verkehrsfachtagung in Osnabrück. Jedoch müsse der Zuwachs des Güterverkehrs von den kombinierten Verkehrsträgern Schiene, Straße und Schiff aufgefangen werden. Von 1997 bis 2012 erwarten Experten eine Steigerung des Güterverkehrs um 64 Prozent in Deutschland. Der Bund investiere pro Jahr 2,5 Milliarden Euro in das Schienennetz der Deutschen Bahn. Eine der wesentlichen Aufgaben der Bahn sei es, schnelle von langsamen Zügen mit Hilfe von Ausweichstrecken zu trennen, sagte Mertens. So werde die Bahn flexibler und auch für Güterkunden attraktiver. Auf europäischer Ebene müsse der Zugang zu ausländischen Schienennetzen besser geregelt werden. Dem internationalen Güterverkehr auf der Bahn werde viel von seiner Attraktivität genommen, wenn Züge an Grenzbahnhöfen halten und die Lokomotive wechseln müssten. Der kombinierte Verkehr auf Straßen, Schienen und Wasserwegen entwickele sich in Deutschland positiv, so die SPD-Politikerin weiter. 37,5 Millionen Tonnen Ladung seien im vergangenen Jahr mit kombinierten Verkehrsträgern transportiert worden. Dies bedeute zwar im Vergleich zum gesamten Ladungsaufkommen einen verschwindend geringen Anteil. Es zeige jedoch auch, dass sich alternative Formen des Ladungstransportes, etwa auch kürzere Wege per Schiff zurückzulegen, für die Wirtschaft lohnen können. (dpa)
Prinzip "Schiene vor Straße" bleibt aktuell
Staatssekretärin Mertens: "Kombinierter Verkehr in Deutschland entwickelt sich positiv"