Wiesbaden. Der niedrige Ölpreis und Überkapazitäten der Fluggesellschaften haben die Luftfrachtraten in den Keller gedrückt. Die Preise sanken im ersten Quartal 2009 im Vergleich zu den drei Monaten davor um 21,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das war bereits der zweite quartalsweise Preisrückgang hintereinander. Die Raten waren so niedrig wie noch nie seit Einführung der Statistik zu Jahresbeginn 2007. Zuvor waren die Werte vor dem konjunkturell bedingten Einbruch permanent gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal fielen auf allen Flugstrecken die Preise im zweistelligen Prozentbereich. Besonders große Preisabschläge gab es nun auf den Routen nach Nordamerika (-30,0 Prozent), Mexiko (-29,0 Prozent) und in den Asien-Pazifik-Raum (-24,8 Prozent, darunter Japan -29,3 Prozent). Relativ geringe Preisabschläge gab es für Luftfracht mit innereuropäischen Flugzielen (-12,7 Prozent) und nach Australien (-14,1 Prozent). Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen gewonnen. (ag/dpa)
Preise für Luftfracht im freien Fall
Der niedrige Ölpreis und Überkapazitäten der Fluggesellschaften haben die Luftfrachtratenim ersten Quartal 2009 in den Keller gedrückt