Prag/Dresden. Tschechiens Vize-Verkehrsminister Jiri Kubinek ist zu Gesprächen über den Schwerlastverkehr in der deutsch- tschechischen Grenzregion bereit. Bürgerinitiativen beider Länder wollen, dass der Verkehr künftig auf der neuen Autobahn Dresden-Prag konzentriert wird, sagte Andreas Warschau (Grüne) am Donnerstag nach einem Treffen mit dem Vize-Minister. Der tschechische Teil der Autobahn wird - wie am Mittwoch bekannt wurde - nicht wie ursprünglich geplant bis Ende 2005 fertig gestellt sein. Gespräche über den Schwerlastverkehr könne es bereits am Rande einer Tunneleröffnung für die Autobahn Prag-Dresden am 16. September geben, sagte Warschau. Die Bürgerinitiativen wollen, dass es für den Lasterverkehr auf der Bundesstraße 170 nach Fertigstellung der Autobahn eine Tonnagegrenze gibt. So solle auch verhindert werden, dass LKW-Fahrer dann die Maut-Gebühren umgehen. An Gesprächen darüber sollten laut Warschau, der Kreisvorsitzender der Grünen im Weißeritzkreis ist, Vertreter beider Länder und des Bundes teilnehmen. Kubinek habe in dem "intensiven Gespräch" weitere Treffen zugesagt und eine gemeinsame Konferenz vorgeschlagen, die noch im Oktober stattfinden könnte. Kubinek sehe keine rechtlichen Bedenken für die Beschränkung des Schwerlastverkehrs auf anderen Straßen, wenn die Autobahn fertig gestellt ist, betonte Warschau. Zudem habe der Vize-Minister betont, die Finanzierung des tschechischen Stücks der Autobahn sei gesichert. (vr/dpa)
Prag will weiter über Schwerlastverkehr in Grenzregion diskutieren
LKW-Verkehr soll auf die Autobahn, für B170 soll Tonnagegrenze für LKW gelten