Klaus Zumwinkel, Vorstandschef der Deutschen Post, rechnet in den kommenden Jahren mit keiner Senkung des Briefportos. Dies würde der Post weiter kräftige Gewinne sichern. Zur Zeit liegt das Porto bei 1,10 Mark für den Standardbrief. Konkurrenten des Unternehmens halten diesen Preis für zu hoch. Zumwinkel begründete das Festhalten mit weiter gestiegenen Kosten, die zu berücksichtigen seien. Im kommenden Jahr muss die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post neu über die Höhe des Portos entscheiden, das ab dem 1. Januar 2003 wirksam werden wird. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hatte vor einem Jahr gegen eine mögliche Senkung der Gebühr interveniert und gleichzeitig eine Verlängerung in gleicher Höhe von 1,10 Mark bis Ende 2002 verfügt. Die Senkung des Portos um zehn Pfennige hätte für das Unternehmen einen Gewinnrückgang von einer Milliarde Mark (500 Millionen Euro) zur Folge. (vr/dpa)
Post senkt das Briefporto nicht
Zumwinkel begründet die Höhe der Gebühr mit gestiegenen Kosten