187 Millionen Tonnen Güter hat die polnische Staatsbahn PKP im Jahr 2000 auf die Schiene gebracht. Damit kann das wirtschaftlich schwer angeschlagene Unternehmen (letztes Jahr knapp umgerechnet eine Milliarde Mark Defizit) zum ersten Mal seit gut zehn Jahren auf einen Zuwachs im Warentransport verweisen. Während die PKP 1999 nur 179 Millionen Tonnen beförderte, waren es 1997 immerhin noch 227 Millionen Tonnen Güter. Vor allem der rückläufige Kohletransport macht dem Unternehmen schwer zu schaffen. Auch im Jahr 2000 hat die Bahn wiederum 2,5 Prozent weniger Güter im Inland gefahren. Der Zuwachs, so die gerade veröffentlichte PKP-Jahresbilanz, sei ausschließlich auf den Export- und Transitverkehr zurückzuführen. Besonders erfreulich gestalte sich die Entwicklung des Transportaufkommens im Bahnverkehr zwischen Deutschland und Polen, wobei Stahl, Steinkohle, Baumaterialien und Möbel aus Polen, sowie chemische Produkte aus Deutschland eine herausragende Rolle spielen. Aus diesem Grund wollen PKP, DB und die französische SNCF in naher Zukunft ein gemeinsames Ost-West Bahn-Logistikzentrum für Güterbeförderung einrichten. (vr/jt)
Polens Staatsbahn legt beim Transportvolumen zu
Zuwachs allein durch Export- und Transitverkehr bedingt