Manama/Brüssel/Madrid. Seeräuber haben vor der Ostküste Somalias versucht, ein Schiff der US-Marine zu kapern. Ein Sprecher der 5. Flotte der US-Armee in Bahrain erklärte am Donnerstag, die Piraten, die sich dem Schiff mit zwei Booten näherten, hätten mehrere Schüsse abgegeben. Die Besatzung der „USNS Lewis and Clark“ sei den Angreifern jedoch durch schnelle, geschickte Manöver ausgewichen. Schließlich hätten die Piraten aufgegeben. Das Transportschiff, das unter anderem für den Transport von Munition eingesetzt wird, war am Mittwoch auf dem Weg zu Schiffen der US-Armee in dem Gebiet gewesen. Die militärische Führung der NATO beriet am Donnerstag auf ihrem Frühjahrstreffen in Brüssel auch über die Seeräuberei vor Somalia. Nach Angaben des italienischen Admirals Giampaolo Di Paola wurde die NATO-Mission gegen Piraten vor dem Horn von Afrika verlängert. Ursprünglich hätten die sieben Schiffe - darunter zwei deutsche - nach einem ersten Einsatz im April Richtung Ostasien weiterfahren sollen. Dies sei nun abgesagt worden, erklärte Di Paola. Stattdessen würden die Schiffe bis Anfang Juli vor dem Horn von Afrika kreuzen. Ein spanischer Ermittlungsrichter hat unterdessen Haftbefehl gegen sieben somalische Piraten erlassen. Die Seeräuber hatten vor der Küste Somalias versucht, ein Handelsschiff zu überfallen, das unter panamesischer Flagge fuhr. Der Angriff scheiterte, und die Piraten fielen ins Meer. Sie wurden von dem Tanker „Marqués de la Ensenada“ der spanischen Kriegsmarine aufgegriffen, der den internationalen Verbänden zur Bekämpfung der Piraterie angehört. Der Madrider Richter Fernando Andreu ordnete am Donnerstag an, die auf dem Schiff festgehaltenen Seeräuber nach Spanien zu bringen. (dpa)
Piratenangriff auf Schiff der US-Marine scheitert
Kaperversuch somalischer Seeräuber schlägt fehl