Kuala Lumpur. Weltweit nehmen Angriffe von Seeräubern zu, und die Piraten machen zunehmend von der Waffe Gebrauch. Von Januar bis Spetember dieses Jahres sind mit 306 Angriffen weltweit bereits mehr Piratenattacken gemeldet worden als im gesamten Vorjahr mit 293 Angriffen. Das geht aus dem Pirateriereport des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) mit Sitz in Kuala Lumpur hervor. Weltweit wurden bis 30. September dieses Jahres 114 Schiffe geentert, 34 Schiffe entführt und 88 beschossen. Insgesamt wurden dabei 661 Crewmitglieder als Geisel genommen und 12 verschleppt, 8 werden noch vermisst. Allerdings waren die Überfälle seltener erfolgreich als 2008. So konnten die Piraten im Schnitt bislang in diesem Jahr nur eines von neun Schiffen in ihre Gewalt bringen. Im Vergleichszeitraum 2008 lag dieser Wert noch bei 1 zu 6,4. Die Zunahme der Angriffe geht vor allem auf das Konto von Piraten vor den Küsten Somalias. Von dort wurden in den ersten drei Quartalen 47 Vorfälle gemeldet - im Vergleichszeitraum 2008 waren es nur 12. Für den Golf von Aden stieg die Zahl der Angriffe in den ersten neun Monaten auf 100 Angriffe, verglichen mit 51 in der Vorjahresperiode. (dpa)
Piraten greifen öfter an, sind dabei aber erfolgloser
Die Zunahme der Überfälle geht vor allem auf das Konto von somalischen Piraten