Äußerst zufrieden ist die Lufthansa Cargo AG damit, wie das Unternehmen und seine Mitarbeiter den jüngsten Streik der Pilotenvereinigung Cockpit gemeistert haben. "Keine Fracht blieb stehen", sagte Dietrich Seidl, Sprecher der Frachttochter des Kranich-Konzerns, gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Damit die Frachtaufträge abgearbeitet werden konnten, hatte LH Cargo umfassende operative Maßnahmen durchgeführt. So war ein Teil der interkontinentalen Fracht bereits unmittelbar vor dem Streik-Donnerstag abgeflogen worden. Weitere Interkontinentalflüge wurden mittels so genannter, nicht streikberechtigter Management-Piloten durchgeführt. Seidl: "Dabei handelt es sich um die besten Piloten im Konzern." Für LH Cargo stehen in dieser Kategorie etwa 25 Piloten zur Verfügung. Auch hatte der Konzern einen kompletten Nur-Frachter nebst Besatzung eingechartert, um Fracht nach Fernost zu befördern. Die innerhalb Deutschlands angefallene Fracht sei vollständig mit dem Lkw abgefahren worden. Auch wenn das Krisenmanagement erfolgreich gelaufen sei, zeigte sich Seidl besorgt über den drohenden Imageverlust bei der Kundschaft. Seidl: "Die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht." Daher hoffe er, dass so schnell wie möglich der Arbeitskonflikt beigelegt werde. (vr/eha)
Pilotenstreik bei Lufthansa: "Keine Fracht blieb stehen!"
LH Cargo charterte Crews und Maschinen für Fernostaufträge