Pflüger: Senat sollte HHLA-Anteile verkaufen

24.10.2006 17:47 Uhr

Chefvolkswirt der Berenberg Bank rät Einnahmen aus einem möglichen HHLA-Verkauf in den Ausbau der Hafeninfrastruktur zu investieren

Hamburg. Der Hamburger Senat sollte sich von seinen Anteilen an der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) trennen. Dafür hat sich der Chefvolkswirt der Berenberg Bank in Hamburg, Wolfgang Pflüger, am Montag in der Hansestadt vor Journalisten ausgesprochen. Die Einnahmen aus dem HHLA-Verkauf sollten allerdings gleich zweckbestimmt verwandt werden, nämlich für den dringend erforderlichen Ausbau und die Ertüchtigung der Hafeninfrastruktur. Denn diese stoße angesichts der erheblichen Gütermengenzuwächse zunehmend an ihre Grenzen, stellte Pflüger fest. Hamburg aber müsse schnell dafür gerüstet sein, die sich abzeichnenden weiteren Umschlagmengenzuwächse auch verarbeiten zu können. Der Chefvolkswirt verwies auch darauf, dass derzeit weltweit rund 3500 neue Containerschiffe in den Order-Büchern der Werften stünden. „Sie zusammen bringen es auf eine Stellplatzkapazität von acht Millionen Standardcontainer (TEU). Das entspricht der Menge, die im vergangenen Jahr im Hamburger Hafen umgeschlagen wurde." Pflügers nüchterne Feststellung: „Schiffe lassen sich einfach schneller bauen als Häfen." (eha)

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