Völklingen. Der französische Autobauer Peugeot will seinen Marktanteil in Deutschland in den kommenden Jahren bei 3,5 Prozent halten. Vor allem das Segment der Nutzfahrzeuge solle weiterentwickelt werden, sagte der Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH, Olivier Dardart, heute in Völklingen. Bislang hatte die Prognose von Peugeot bei vier Prozent Marktanteil gelegen. In Völklingen feierte das Unternehmen am Freitag das Jubiläum von 70 Jahren Import seiner Fahrzeuge nach Deutschland.
In einer angemieteten Garage mit Werkstätte, Ausstellungsraum und Büros in der Saarbrücker Arndtstraße hatte vor 70 Jahren der offizielle Verkauf von Peugeot Automobilen in Deutschland begonnen. Der Mietvertrag ist auf den 5. November 1936 datiert - und von der Peugeot-Rechtsvorgängerin Kraftwagen-Handelsgesellschaft „Kochte & Rech“ unterzeichnet. Die Zentrale von Peugeot Deutschland ist noch heute in Saarbrücken angesiedelt. Von hier aus werden Import, Vertrieb und Teileversorgung gesteuert. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland mehr als 2600 Mitarbeiter, davon rund 800 an der Saar.
Im Jahr 2005 hatte Peugeot in Deutschland 118.038 Wagen verkauft. Seit mehreren Jahren geht der Absatz im für Peugeot viertwichtigsten Markt zurück. 2005 betrug der Anteil 3,5 Prozent nach 3,7 Prozent im Vorjahr und 3,8 Prozent in 2003. Trotz des starken Wettbewerbsdrucks hatte Peugeot 2005 im siebten Jahr in Folge seinen Umsatz auf einen neuen Rekordwert gesteigert - wenn auch nur leicht um ein Prozent auf knapp 1,91 Milliarden Euro. Zum Ergebnis machte das Unternehmen keine Angaben. (dpa/sb)