Personen des Tages - 19. Dezember 2018

19.12.2018 15:15 Uhr
Gerd Peters
Gerd Peters hat bei dem Logistikunternehmen Hoyer wieder die Position des Chief Financial Officers übernommen
©Foto: Hoyer Group

Bei der Logistics Group International kündigt sich nach 24 Jahren ein CEO-Wechsel an, der ADAC Truckservice erhält zum Jahreswechsel einen neuen Geschäftsführer und bei Hoyer gibt es einen neuen, alten Finanzchef.

München. Nach fast 24 Jahren an der Spitze der Logistics Group International (LGI) hat der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Bunz, seinen Rücktritt im Spätsommer 2019 angekündigt. Wie der 60-Jährige jetzt mitteilte, geht er aus persönlichen Gründen. Nachfolger wird Bernd Schwenger. Mitte 2018 war der 46-Jährige als Geschäftsführer Amazon Logistik zu LGI gewechselt und hatte die Leitung der beiden Geschäftsbereiche Automotive und Electronics übernommen. Einen genauen Stichtag für den Personalwechsel gibt es noch nicht. „Wir werden die Zeit bis dahin für eine ideale Übergabe nutzen“, sagte der scheidende CEO von LGI.

Dirk Fröhlich (40) tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Christoph Walter (43) als Geschäftsführer bei den Pannenprofis des ADAC Truckservice an. Darüber hinaus übernimmt der erfahrene Prozessstratege den Vorsitz des europäischen Nutzfahrzeug-Pannenhilfenetzwerks Europe Net. Fröhlich bekleidete kaufmännische Führungspositionen unter anderem bei der AOK Baden-Württemberg und der Privatärztlichen Verrechnungsstelle. Zuletzt war er Vorstand der beiden von ihm gegründeten Beratungsunternehmen AFA Management Holding AG und Living Business AG. In dieser Funktion ist Fröhlich bereits seit einem Jahr für den ADAC Truckservice beratend tätig.  Walter wechselt zur Muttergesellschaft des Automobilclubs. Er wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 in die Geschäftsführung des ADAC Südbayern berufen.

Zum 3. Dezember 2018 hat Gerd Peters die Position Chief Financial Officer (CFO) der Hoyer Group wieder übernommen und setzt damit seine langjährige Laufbahn in dem Logistikunternehmen fort. Zusammen mit Ortwin Nast als Chief Executive Officer (CEO) bildet er das Executive Board. Peters hatte zu Jahresbeginn die Gesamtverantwortung in einem anderen Unternehmensverbund der Familie Hoyer übertragen bekommen und wurde nun in seine vorherige Position als CFO der Hoyer Group zurückberufen. Philip Nölling war im Februar als CFO der Hoyer Group angetreten und verlässt das Logistikunternehmen wieder, um sich einer anderen Aufgabe zu widmen.

Der Logistikdienstleister Rheincargo hat Marvin Stupp, dem Leiter des Bereichs Vertrieb Eisenbahn, Prokura erteilt. Die Regelung tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft. Stupp schloss 2012 bei der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), die 50 Prozent an der gemeinsam mit den Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH) betriebenen RheinCargo hält, eine Ausbildung zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistung in Verbindung mit einem Bachelor-Studiengang in Logistik-Management ab. Seit 2012 arbeitet der heute 29-Jährige im Vertrieb der Rheincargo im Geschäftsbereich Eisenbahn. Vor zwei Jahren erwarb Stupp seinen Master of Sience im Bereich Marketing und Sales. Am 1. Juni 2018 übernahm er die Leitung des Bereichs Vertrieb Eisenbahn der Rheincargo.

Die Allianz pro Schiene hat ihren Vorstand neu gewählt: Die Mitgliederversammlung des Verkehrsbündnisses bestätigte Anfang Dezember den amtierenden Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, als Vorsitzenden. Die Position des stellvertretenden Vorsitzenden begleitet künftig Matthias Kurzeck, Vorstandsmitglied im Verkehrsclub Deutschland. Er übernimmt das Amt von Karl-Peter Naumann, der weiterhin Mitglied des Allianz pro Schiene-Vorstands bleibt. Neben Kurzeck gehören noch zwei weitere stellvertretende Vorsitzende der Spitze des Verkehrsbündnisses an: Richard Mergner, verkehrspolitischer Sprecher des BUND und Vorsitzender des BUND Naturschutz sowie der Leiter von Siemens Mobility Deutschland, Manfred Fuhg, der als Förderkreissprecher die Unternehmen der Bahnbranche vertritt. Verstärkung bekommt der frisch gewählte Allianz pro Schiene-Vorstand aus der Wissenschaft: Die TH Wildau entsendet Prof. Klaus-Martin Melzer, Fachbereich Ingenieurwissenschaften, während die TU Berlin vertreten wird durch Prof. Markus Hecht, Leiter des Fachgebiets Schienenfahrzeuge.

Hugendubel strafft die Geschäftsführung: Maximilian Hugendubel, geschäftsführenden Gesellschafter des gleichnamigen inhabergeführten Buchhandelsunternehmen, übernimmt zusätzlich zu seinen bestehenden Verantwortungsbereichen künftig die Geschäftsbereiche Einkauf und Logistik. Oliver Mader, bislang Geschäftsführer Einkauf, Logistik und IT, wird Hugendubel Ende Januar 2019 auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen nach zwölf Jahren verlassen.

Antonio Cobo ist mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum Vice President Manufacturing and Supply Chain beim Automobilhersteller Opel/Vauxhall ernannt worden. Der Spanier folgt auf Rémi Girardon, der eine wichtige Führungsposition im Bereich Produktion und Supply Chain bei der Groupe PSA übernehmen wird. Cobo arbeitet seit 1981 für Opel/Vauxhall und General Motors. Er hat in dieser Zeit verschiedene internationale Managementfunktionen in der Produktion und Qualitätssicherung wahrgenommen. In seiner neuen Funktion wird er für die Bereiche Produktion, Supply Chain, Facility-Management sowie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit verantwortlich sein.

Lorenzo Cascioni wird neuer Vizedirektor des schweizerischen Bundesamts für Straßen (ASTRA). Der 54-Jährige leitet dort ab 1. Mai 2019 die Abteilung Straßenverkehr. Cascioni arbeitet seit Dezember 2006 als Sektionschef Strategische Führungsunterstützung in der Schweizerischen Bundeskanzlei. Von 1989 bis 2006 leitete er im Bundesamt für Statistik unter anderem die Abteilung Löhne und Preise und war Mitglied der Geschäftsleitung.

Nach sechs Jahren als Vizepräsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde Bernd Enders Mitte Dezember in den Ruhestand verabschiedet. Andreas Obersteller, Präsident des BAFA, dankte ihm für seine langjährigen Verdienste um das BAFA: „Herr Enders hat entscheidend zur Entwicklung der Behörde zum heutigen BAFA 4.0 mit elektronischer Akte und papierlosem Büro beigetragen. Der 1953 geborene Diplom-Ingenieur Enders leitete seit 2006 die Zentralabteilung des BAFA. (ag)

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