Paris. Seit dem Umweltgipfel „Grenelle de l’environnement“ ist die französische Regierung offenbar auf allen Ebenen bestrebt, den LKW-Verkehr als besonders umweltverschmutzend zu stigmatisieren und den Gütertransport von der Straße auf alternative Transportangebote wie Schiene und Schiff zu verlagern. Wie die Fachzeitschrift „Transports Actualités“ berichtet, muss sich das Parlament demnächst mit einem neuerlichen Steuerprojekt befassen, das unter dem Namen „Taxe générale sur les activités polluantes“ (TGAP) figuriert. Diese Steuer soll halbjährlich von den Verladern auf Treibstoffverbrauchsbasis für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Nutzlast erhoben werden, die in ihrem Auftrag im Inland Lasten transportieren. Betroffen davon wären entsprechend auch solche Transporte, die aus dem Ausland kommen, also nach Frankreich importiert werden. Wie das Magazin weiter schreibt, ist das Berechnungsverfahren für die geplante neue Steuer derart kompliziert, dass die Verlader damit zwangsläufig ins Schwimmen kommen müssen. Im Rahmen zukünftiger Tarifverhandlungen dürften sie deshalb nach Einschätzung des Blattes alles daran setzen, die Zusatzbelastung auf die Transportdienstleister abzuwälzen, - nicht zuletzt mit dem Hinweis, dass diese ja schon von der ebenfalls geplanten allgemeinen CO2-Steuer quasi befreit werden sollen. (jb)
Paris plant zusätzliche LKW-Umweltsteuer
Neue Umweltabgabe soll halbjährlich von den Verladern erhoben werden