Paris. Die Allianz P3 der drei Containerlinienreedereien Maersk, MSC und CMA wird insgesamt 28 Umläufe anbieten. Zum Einsatz kommen dabei 256 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Das vermeldet der Branchendienst Alphaliner nach Analyse der veröffentlichten Hafenpläne für die Dienste. Zwar sind noch keine Details zu einzelnen Terminals veröffentlicht, Alphaliner sieht aber schon jetzt den Hafen Rotterdam als Verlierer der neuen Netzwerkgestaltung. Zu den Verlierern zählt außerdem der Hafen Kelang in Malaysia. Rotterdam verliert im wichtigen Asiengeschäft insgesamt 5 wöchentliche Schiffsanläufe.
Beim Vergleich der separat angebotenen Dienste der Reedereien mit dem konsolidierten Angebot im P3-Netzwerk sinkt die Zahl der wöchentlichen Dienste auf der Route Fernost-Nordeuropa insgesamt von neun auf acht, auf der Strecke Fernost – Mittelmeer von sechs auf fünf. Trotzdem bleibt die Gesamtkapazität gleich, weil größere Schiffe zum Einsatz kommen. Dies, so folgern die Experten von Alphaliner, werde den P3-Partnern gegenüber dem Wettbewerb aufgrund geringerer Stückkosten einen Vorteil verschaffen.
Der Hafen Hamburg kommt glimpflich davon und verliert nur einen Call bei den Asien-Diensten. Bremerhaven verliert unterm Strich ebenfalls einen Anlauf. Antwerpen gewinnt einen wöchentlichen Anlauf hinzu.
Bisher sind die Pläne aber reine Theorie, betont Alphaliner. Denn noch steht die im Juni verkündete Reeder-Allianz unter Vorbehalt. Es ist noch offen, ob die Kartellbehörden dem Deal zustimmen. Laut Alphaliner haben die zuständigen Wettbewerbsbehörden in Europa, den USA und in China erst in der vergangenen Woche die vollständigen Anträge erhalten. (diwi)