Rüsselsheim. Im Ringen um sein Überleben will sich der Autobauer Opel von seiner US-Mutter General Motors (GM) abkoppeln. Das Management sieht die Zukunft des Autobauers in einer rechtlich selbstständigen Geschäftseinheit, wie aus dem heute im Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH diskutierten Rettungsplan hervorgeht. Opel habe eine Zukunft, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Carl- Peter Forster nach einer Sitzung am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital eines neuen europäischen Unternehmens Opel/Vauxhall ohne den von der Insolvenz bedrohten GM-Konzern bezifferte Forster auf 3,3 Milliarden Euro. Opel wolle auch als selbstständige europäische Gesellschaft Teil des GM-Konzerns bleiben, unter anderem um den Zugang zu Technologien zu behalten und von der Größe des Konzerns zu profitieren. Die Gesellschaft sei zudem offen für Investitionen von Dritten. Der Rettungsplan soll am Montag der Bundesregierung vorgelegt werden. Das Zukunftskonzept ist Voraussetzung dafür, dass die Bundesregierung Opel wie gewünscht unter die Arme greift. (dpa)
Opel sagt Good bye
Rüsselsheimer suchen ihr Glück im Alleingang: Aufsichtsrat beziffert Finanzbedarf auf 3,3 Milliarden Euro